Erzherzog Johann – Band III


Meta

Bildband-Serie, Band III
Umfang: 140 Seiten
Format: 21 x 30,5 cm
ISBN: 978-3-9502405-3-5
Preis: n/a

Bezug: in allen Buchhandlungen

Inhalt

Erzherzog Johann

Unvergesslich lebt im Volke, wer des Volkes nie vergaß
– Von Stainz bis Schenna

Schon zu Lebzeiten wurde der „Steirische Prinz“ Erzherzog Johann vom Volk hoch verehrt. In einfache Kleidung gewandet, kehrte er bei Bauern ein, aß und trank mit ihnen. Er nahm an Volksfesten teil, tanzte und sang mit Begeisterung. Spätestens seit seiner Verbindung mit der Bürgerin Anna Plochl, wurde er zum lebenden Mythos.
Er, der sich selbst erniedrigte ist erhöht worden. Wobei es Erzherzog Johann keine Probleme bereitete, sich zu „erniedrigen“, obwohl er das selbst niemals so ausgedrückt hätte. Er fühlte sich ehrlich wohl in der Gesellschaft der einfachen Menschen.
Er fand bei ihnen auch eine Aufgabe.
Mit Rat und Tat stand er seinen Steirern stets hilfreich zur Seite. Was wäre ihm, in der von ihm abfällig genannten Reichshaupt- und Residenzstadt Wien, dem „Steinehaufen“, zu tun geblieben? Vermutlich nichts. Ein beschauliches Leben als beschäftigungsloser kaiserlicher Prinz, gelegentlich irgendwelche Repräsentations-
aufgaben erfüllend, so kann man sich den unermüdlich tätigen Johann wahrlich nicht vorstellen.
Das höfische Leben mit seinem steifen Umgangsformen und Zeremoniellen fand Johann unerträglich. Wohl konnte er sich
auf diesem Parkett perfekt bewegen, war er doch Sohn eines Kaisers und Neffe eines Kaisers – sein Bruder selbst Kaiser.
Wenn er sich bewusst für ein Leben auf dem Land entschied, wusste er warum.
Er kannte beide Seiten.

Bis zum heutigen Tag ist Erzherzog Johann mit der Steiermark untrennbar verbunden. Die Steiermark ist ohne Johann einfach nicht vorstellbar. Dabei hätte Johann gerne über die Grenzen der Steiermark hinausgeblickt und sein Wirken auch auf andere Kronländer ausgedehnt. Doch das blieb ihm verwehrt. Man darf ja nicht vergessen, dass er sein geliebtes Tirol lange nicht betreten durfte und er auch in der Steiermark niemals ein offizielles Amt bekleidete, – über einen offiziellen kaiserlichen Auftrag verfügte.
Alles was er tat, tat er als Privatmann.
Seine Aufgaben stellte er sich selbst.
Im Gespräch mit den Menschen erfuhr er, woran es krankte, wo es Not tat. Er gründete Unternehmen, gab den Menschen Arbeit, spornte zu großen Leistungen an, ging mit leuchtendem Vorbild voran. Fazit: Die Menschen folgten ihm in bedingungsloser Treue, niemals wurden sie von „Ihrem“ Prinzen enttäuscht.

Das hatte natürlich auch eine gewisse Vereinnahmung zur Folge.
Erzherzog Johann ist, bei allem Engagement für die Steiermark, nicht auf dieselbe zu beschränken. Von seinem Onkel, Kaiser Josef II. und von dessen Mutter Kaiserin Maria Theresia spricht man noch heute mit großem Respekt. Von Erzherzog Johann von Österreich spricht man mit großer Liebe und Zuneigung. 150 Jahre nach seinem Tode gibt es Feierlichkeiten, finden Gedenk-
veranstaltungen statt, wie sie sonst nur für Komponisten wie Haydn, Mozart oder Beethoven etc. aufgeführt werden.

Erzherzog Dr. Otto von Habsburg ist dabei, ein ebensolcher Mythos wie Johann zu werden. Allerdings auf europäischem, vielleicht sogar weltumspannendem Niveau. Erzherzog Johann lebt, weil seine Ideen und seine Gedanken lebendig geblieben sind, noch heute Gültigkeit haben – und, weil er geliebt wird!

Impressionen
Hörprobe
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