Lesung in der Art Galerie Strack in Mödling

Vorgetragen wurden lustige Anekdoten aus eigener Feder und Erzählungen von Alexander Roda Roda, Erich Kästner und Konrad Windisch.

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RodaRodaPortraitAlexander Roda Roda wurde als Sandor Friedrich Rosenfeld  am 13. April 1872 in Drnowitz, Mähren, geboren. Er wuchs allerdings in Kroatien auf. In Puszta Zdenci (heute Grubisno Polje) war sein Vater als Gutsverwalter tätig.

Roda studierte eine Zeitlang Jus in Wien, brach das Studium aber ab und verpflichtete sich zu 12 Jahren Militärdienst. Nachdem er zum Christentum konvertierte, änderte er auch seinen Familiennamen auf Roda. Da er gemeinsam mit seiner Schwester Marie schrieb, veröffentlichten sie gemeinsam unter dem Namen Roda-Roda.

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Werner A. Prochazka wurde, wie auch schon Emil Ertl, in der Zieglergasse 33, 1070 Wien,  geboren. Ganz stimmt es natürlich nicht, denn ich erblickte das Licht der Welt im Allgemeinen Krankenhaus, errichtet unter  S.M. Kaiser Josef II., in Alsergrund, 1090 Wien. Meine Eltern brachten mich dann, als die Ärzte mich freigaben, in die Zieglergasse 33. Zu Emil Ertl. Dieser berühmte Schriftsteller wurde im Jahre 1860 geboren. 105 Jahre später folgte ich ihm nach. 1935 ist er wieder von dieser Welt gegangen - 30 Jahre vor meiner Geburt.

In der Früh, wenn ich zur Schule musste und an der Gedenktafel des Schriftstellers vorüberging, grüßte ich ihn. Wenn ich nach Hause kam ebenso. Emil Ertl war ein Bewunderer von Peter Rosegger und er war auch sein Freund. Er widmete ihm einen Erinnerungsband. „Peter Rosegger – Wie ich ihn kannte und liebte“. 1923 ist er erschienen.

Wenn mich etwas im Leben wirklich interessierte, so war es das Lesen. Emil Ertls Geist hat mich vielleicht dazu angestiftet.  In seinen Räumlichkeiten aufgewachsen, konnte vermutlich nichts anderes aus mir werden, als ein Schriftsteller!

Vielen Dank, verehrter Herr Kollege Ertl, lieber Emil!

Emil Ertl

Emil Ertl

Emil Ertl, 1860 in der Zieglergasse 33 in Wien geboren, entstammte einer Seidenweber-Familie und wuchs im 7. Wiener Gemeindebezirk auf.

Bis 1873 besuchte er das Gymnasium in der Amerlingstrasse, danach übersiedelte die Familie nach der Wiederverheiratung der verwitweten Mutter nach Meran. Ertl studierte Philosophie in Wien und Graz. Seit 1889 war er Bibliotheksbeamter, später Bibliotheksdirektor an der Technischen Hochschule Graz (Technische Universität Graz). 

Bekannt wurde Ertl vor allem als Schriftsteller. Zwischen den beiden Weltkriegen war er ein viel gelesener österreichischer Autor. Mit Peter Rosegger, der für ihn als Dichter ein Vorbild war, war er befreundet. Ertls Erinnerungsband "Peter Rosegger - Wie ich ihn kannte und liebte" erschien 1923 im Staackmann-Verlag in Leipzig. 1932 wurde er mit dem Grillparzer-Preis ausgezeichnet. 

Emil Ertl starb am 8. Mai 1935 im Alter von 75 Jahren in Wien und wurde auf dem Evangelischen Friedhof Wien-Matzleinsdorf beigesetzt.